{"id":873,"date":"2020-03-11T21:34:32","date_gmt":"2020-03-11T20:34:32","guid":{"rendered":"https:\/\/schuetzengilde-uebigau.de\/schuetzen\/?page_id=873"},"modified":"2024-08-26T19:24:27","modified_gmt":"2024-08-26T17:24:27","slug":"chronik-und-museum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schuetzengilde-uebigau.de\/schuetzen\/index.php\/willkommen\/chronik-und-museum\/","title":{"rendered":"Chronik und Museum"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Chronik des Uebigauer Sch\u00fctzenvereins<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Am 11. September anno 1524 wurden erstmals Sch\u00fctzen aus Uebigau erw\u00e4hnt. <br> Sie nahmen an einem B\u00fcchsenschie\u00dfen in Herzberg teil. <br> Leider ist aus der Zeit der Ersterw\u00e4hnung bis hin zum Beginn des 19. Jahrhundert <br> nur sehr wenig \u00fcberliefert worden. Man wei\u00df, dass aufgrund einer Stiftung der <br> Uebigauer Sch\u00fctzenbruderschaft der Altar der Uebigauer Nikolaikirche errichtet <br> werden konnte. Genaueres ist erst seit dem Jahre 1801 \u00fcberliefert. <br> In diesem Jahr fanden sich B\u00fcrger zu einer geschlossenen Sch\u00fctzenkompanie zusammen. <br> Sie schossen unter sich den ersten Sch\u00fctzenk\u00f6nig aus. Der Uebigauer <br> Johann- Christian D\u00f6ring war der erste K\u00f6nig, des bis dahin noch nicht existierenden <br> Sch\u00fctzenvereins. Die offizielle Vereinsgr\u00fcndung fand erst ein Jahr sp\u00e4ter statt.<br> Auf Antrag von Kurf\u00fcrst Friedrich &#8211; August III. von Sachsen wurde im Jahre 1802 <br> die Erlaubnis zum Bau eines Schie\u00dfhauses und zur Gr\u00fcndung einer Sch\u00fctzengilde erteilt. <br> In nur drei Jahren entstand mit der Bildung von Grenadier-, J\u00e4ger-, Scharfsch\u00fctzen- <br> und Leibkompanien eine Struktur innerhalb des Vereins. Anno 1805 hatte der Verein <br> schon 85 Mitglieder! Da Uebigau bis 1855 zu s\u00e4chsischem Gebiet geh\u00f6rte, mussten auch <br> die Sch\u00fctzen die s\u00e4chsischen Uniformen der Garnison Torgau tragen. <br> Durch die Gewinnung des Gebiets durch Preu\u00dfen, \u00e4nderten sich auch die Uniformen in Preu\u00dfische, der Garnison Potsdam. An diesen wurden Epauletten statt einfachen Schulterst\u00fccken getragen.<br> Vom 18. Juni des Jahres 1871 ist \u00fcberliefert, dass von den Sch\u00fctzen die Friedenseiche auf <br> dem Uebigauer Marktplatz, mit gro\u00dfer Anteilnahme aller Vereine der Stadt, gepflanzt wurde. <br> Diese geh\u00f6rt heute zu den Wahrzeichen der Stadt. Nat\u00fcrlich veranstalteten die Sch\u00fctzen <br> j\u00e4hrliche Sch\u00fctzenfeste. Nach bescheidenen Anf\u00e4ngen gewannen die Sch\u00fctzenfeste immer mehr an Bedeutung. Bereits zum 100-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Vereins nahmen am Festumzug  mehr als 600 G\u00e4ste teil, darunter B\u00fcrger und Sch\u00fctzen der Umgebung. Sogar aus Torgau,  Jessen und Belgern reisten andere Sch\u00fctzen an.<br> Die Tradition der j\u00e4hrlichen Feste wurde leider durch die Kriegsjahre des ersten und <br> zweiten Weltkriegs unterbrochen. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wurde der Sch\u00fctzenverein  von Uebigau von den russischen Besatzern verboten. In den Jahren darauf gab es viele B\u00fcrger,  die unter Gefahr alte Dokumente, Fahnen und Waffen versteckten.<br> In der DDR beschr\u00e4nkte sich der Schie\u00dfsport in Uebigau ab 1975 auf Schie\u00dfwettbewerbe <br> an der Uebigauer Schule. Sie wurden ausschlie\u00dflich mit Luftgewehren durchgef\u00fchrt. <br> In der 1989 einsetzenden Umbruchstimmung bilden einige B\u00fcrger einen Sch\u00fctzenclub, <br> aus dem im Januar 1991 die Sch\u00fctzengilde 1802 e.V. zu Uebigau neu gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p> Frau Hildegard Fritscher, inzwischen leider verstorben, ist es zu verdanken, dass die Uebigauer Sch\u00fctzengilde \u00fcber s\u00e4mtliche Originaldokumente und Fahnen des &#8222;alten Vereins&#8220; verf\u00fcgt. Ihr Vater war &#8222;Max Nolle&#8220; der letzte Sch\u00fctzenmeister und Major der Uebigauer Gilde. Ihm zu Ehren bewahrte Frau Fritscher von 1945-1990, versteckt auf dem Dachboden der Doberluger Str. 22, alle Unterlagen und Insignien der alten Gilde auf. Nach der Wende \u00fcberreichte Frau Fritscher das Erbe ihres Vaters an die neu gegr\u00fcndete Sch\u00fctzengilde 1802 e.V. zu Uebigau. In ihrer Satzung ist die Pflege der Traditionen ein     wichtiger Punkt. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"439\" src=\"https:\/\/schuetzengilde-uebigau.de\/schuetzen\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Hildegard-Fritscher.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-820\" srcset=\"https:\/\/schuetzengilde-uebigau.de\/schuetzen\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Hildegard-Fritscher.jpg 300w, https:\/\/schuetzengilde-uebigau.de\/schuetzen\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Hildegard-Fritscher-205x300.jpg 205w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chronik des Uebigauer Sch\u00fctzenvereins Am 11. September anno 1524 wurden erstmals Sch\u00fctzen aus Uebigau erw\u00e4hnt. Sie nahmen an einem B\u00fcchsenschie\u00dfen in Herzberg teil. Leider ist aus der Zeit der Ersterw\u00e4hnung bis hin zum Beginn des 19. 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